Unser Bild vom Kind

 

»Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.« (Galileo Galilei)

Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung (Montessori), in dem es durch eigenständiges, aktives Handeln Kompetenzen erwirbt. Es ist ein souveränes Wesen, das in seinen Bedürfnissen und Handlungen von uns wahrgenommen werden will.

Wir, als Erwachsene, begreifen uns als

  • Vorbild,
  • Partner
  • und Entwicklungsbegleiter.

Im Kontext von Lerntheorien bedeutet das, dass Wissen nicht von einer Person auf eine andere Person übertragen werden kann, sondern von jedem Menschen neu konstruiert wird. Wenn z.B. ein Erwachsener einem Kind etwas erklärt, speichert dieses die Informationen nicht einfach ab, sondern konstruiert sich anhand der aufgenommenen Informationen sein persönliches, individuelles Abbild der Realität – abhängig von seinem Vorwissen, seinen Einstellungen und der aktuellen Lernsituation. Demzufolge ist Lernen kein passives Speichern sondern ein aktives Konstruieren von Wissen. (Lerntheorie des Konstruktivismusses)

Das Kind

  • wählt seine Beziehungspartner außerhalb der Familie.
  • lernt, wenn sein Interesse angeregt wird.
  • lernt, wenn es einen Sinn / eine Bedeutung erkennt.

Daraus ergibt sich für den Erwachsenen, dem Kind

  • eine sichere Bindung und Beziehung im Kindergarten anzubieten.
  • sinnhafte Möglichkeiten zur Exploration zu eröffnen.
  • spannende, anregende und herausfordernde Strukturen zu geben.